2004-12-09

Ein Resümee: Noch mehr Handel mit China. Nach seinen Treffen mit der chinesischen Staatsführung zeigte sich Bundeskanzler Schröder zufrieden: ... Schröder hält eine Verdoppelung des Handels mit China auf 100 Milliarden Euro jährlich schon innerhalb der nächsten sechs Jahre für möglich.
Das Treffen mit Präsident Hu Jintao drehte sich vor allem um internationale Fragen. Nach Angaben des Kanzlers dankte Hu für die Vermittlungsbemühungen Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens im Atomkonflikt mit dem Iran. Beide Politiker stimmten überein, dass es nicht dazu kommen dürfe, dass der Iran in den Besitz von Atomwaffen komme. Ähnlich würdigte Schröder die chinesischen Vermittlungsbemühungen für ein Ende des nordkoreanischen Atomwaffenprogramms.
Am Montag war Schröder bereits mit dem chinesischen Ministerpräsident Wen Jiabao zusammengekommen. Dabei drang er weiter auf ein schnelles Ende des EU-Waffenembargos gegen China.
Für den deutschen Wunsch nach einem ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat hatte Ministerpräsident Wen am Montag Unterstützung signalisiert. Deutschland sollte in dem Gremium "eine gebührende Rolle" spielen, sagte er. Am Rande des Treffens wurden Wirtschaftsverträge in Milliardenhöhe unterzeichnet. Der Luftfahrtkonzern Airbus erhielt den Zuschlag für die Lieferung von 23 Maschinen des Typs A320 im Wert von rund einer Milliarde Euro nach China. Siemens schloss Verträge über die Produktion von 180 Drehstromlokomotiven im Wert von 360 Millionen Euro und den Bau von Stationen zur Übertragung von Hochspannungsstrom für 210 Millionen Euro ab. Insgesamt wurden 22 Verträge und Vereinbarungen unterzeichnet.

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