2007-06-04

Pekings Vorstellung von Klimaschutz

China hat vor dem G8-Gipfel seine eigenen Umweltschutz-Ziele präsentiert:
Wenige Tage vor dem G8-Gipfel in Heiligendamm hat China eine eigene Strategie im Kampf gegen die Erderwärmung vorgestellt: Die Volksrepublik will künftig auf erneuerbare Energien setzen und mehr Bäume pflanzen. Verbindliche Obergrenzen für den CO2-Ausstoß lehnte China aber ab. Das Land will CO2-Emissionen durch den Ausbau von Wasser- und Atomkraftwerken sowie durch effizientere Kohlekraftwerke reduzieren. Der Kohlendioxid-Ausstoß von geschätzten 6,1 Milliarden Tonnen im Jahr 2004 soll so um 950 Millionen Tonnen verringert werden. ... Bei der Vorstellung des neuen Programms erklärte der Chef der chinesischen Planungsagentur, Ma Kai, die globale Klimaerwärmung sei hauptsächlich von 200 Jahren ungebremster Industrialisierung verursacht. Es wäre daher unfair, China und anderen Entwicklungsländern Pflichtobergrenzen aufbürden zu wollen. Beobachter vermuten, dass das Programm darauf abzielt, Kritik an China zuvorzukommen, wenn Präsident Hu Jintao am Freitag den G8-Gipfel besucht. Die Bundesregierung strebt konkrete Vereinbarungen zum Klimaschutz an. Die USA stellten im Vorfeld des G8-Gipfels jedoch nicht nur konkrete Reduktionsziele etwa beim Ausstoß von Kohlendioxid in Frage, sondern lehnen auch eine Festlegung auf 2009 für das Kioto-Folgeabkommen ab.

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