2010-04-28

Schanghai versteckt Raubkopien im Vorfeld der Expo

In Schanghai verschwinden vor der Expo illegal kopierte DVD und CDs aus den Vorzimmern von Läden, meldet die New York Times:
The latest mystery in Shanghai, complete with sliding bookshelves, secret passageways and contraband goods, is this: Why are all the popular DVDs and CDs missing from this city’s shops? But it’s a mystery easily solved. In China, embarrassments are usually hidden from sight when the world comes visiting, and that is what has happened to a large supply of bootleg DVDs and CDs as Shanghai prepares for the World Expo, which is expected to attract 70 million visitors. A few weeks ago, government inspectors fanned out across the city and ordered shops selling pirated music and movies to stash away their illegal goods during the expo, a six-month extravaganza that opens May 1. But shop owners found a novel way to comply — they simply chopped their stores in half. In a remarkable display of uniformity, nearly every DVD shop in central Shanghai has built a partition that divides the store into two sections: one that sells legal DVDs (often films no one is interested in buying), and a hidden one that sells the illegal titles that everyone wants — Hollywood blockbusters like “Avatar” (for a dollar), Tim Burton’s “Alice in Wonderland” and even Lady Gaga’s latest CD “The Fame.” Customers entering these shops are now routinely directed toward a slide-away bookshelf that reveals a secret corridor. And to chants of “movie inside, movie inside,” a young sales clerk will lead them past a series of empty spaces before entering a room stocked with thousands of bootleg copies of popular films, music and television programs. ... Intellectual property rights experts say they are outraged by what looks to be a sham crackdown. And the Motion Picture Association of America, which represents some of Hollywood’s biggest studios, calls the situation troubling. ... there is one development that may at least cut down on the sale of bootleg DVDs. Many young people say the search for pirated music and movies has moved online to countless Web sites that offer free downloads. “I don’t even buy DVDs anymore,” said Qi Wen, a 24-year-old travel agent. “I usually watch the movies online or download them to my computer; it’s fast and simple.”

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2008-06-17

Online-Seminar: China vor der Olympiade

Die virtuelle Akademie der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung führt derzeit ein kostenloses Online-Seminar zu China vor den Olympischen Spielen durch, es geht bis zum 27. Juni 2008:
Seit der Vergabe der olympischen Spiele an Peking blickt die Welt verstärkt auf den Gastgeber. Neben Sport und Kultur steht die Menschenrechtssituation Chinas im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Unter anderem kritisiert Amnesty International in seinem jüngsten Report neben anderen Ländern insbesondere China für Menschrechtsverletzungen im eigenen Lande. Andererseits wird inzwischen auch in China offiziell angemahnt, rechtstaatliche und menschenrechtliche Defizite abzubauen. Die Berichterstattung über die Erdbebenkatastrophe im Mai 2008 zeigt größere Medienfreiheit. Auch wird die Zivilgesellschaft erst-mals als Helfer eingebunden – nicht nur der Staat reicht die helfende Hand, die Unterstützung durch Bürger und die Internationale Gemeinschaft ist will-kommen. Anzeichen eines tief greifenden gesellschaftspolitischen Wandels oder olympiabedingte Charme-Offensive? Ist eine nachhaltige Verbesserung der Menschenrechtslage zu erwarten? Wie sollten wir als Bürger, als Nation und als internationale Staatengemeinschaft mit China umgehen? Welche Chancen eröffnen die Olympischen Spiele für den politischen Dialog?

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2007-07-17

Todesstrafe für chinesischen Sklaventreiber

Die Sitten in China sind teilweise doch noch etwas rauher als im Westen:
Demonstratives Verfahren: In einem Prozess um Sklavenarbeit in China hat ein Gericht einen Angeklagten zum Tode verurteilt und zum Teil hohe Haftstrafen verhängt. Die Urteilsverkündung wurde live im Fernsehen übertragen. Der ganze Prozess jagt einem Schauer des Entsetzens über den Rücken: Ein Gericht in Linfen in der nordchinesischen Provinz Shanxi hat heute den Vorarbeiter einer Ziegelei zum Tode verurteilt, weil er einen Arbeiter im November totgeprügelt hatte. Der behinderte Mann habe ihm zu langsam gearbeitet, gestand der Angeklagte seine Tat, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtet. 28 weitere Verantwortliche wurden in dem Prozess um Sklavenarbeit in einer Ziegelei zu Haftstrafen verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass sie Menschen unter sklavenähnlichen Bedingungen zu unbezahlter Arbeit gezwungen haben - bis zu 16 Stunden täglich. Ein Vorarbeiter, der seine Tatbeteiligung als "Kleinigkeit" abgetan hatte, erhielt lebenslange Haft wegen vorsätzlicher Körperverletzung und Freiheitsberaubung. Der Besitzer der Ziegelei in Caosheng, ein Sohn des örtlichen Parteichefs, muss wegen Freiheitsberaubung neun Jahre ins Gefängnis. 26 weitere Verantwortliche erhielten ebenfalls Haftstrafen. Sechs Verurteilte müssen zwischen 18 Monaten und drei Jahren hinter Gitter. Die Ziegelei ist bei weitem kein Einzelfall. Im Juni wurden laut Ermittlern 576 Menschen in Shanxi und in der Nachbarprovinz Henan befreit, unter ihnen 41 Kinder und Dutzende geistig Behinderte. Sie hatten in Ziegeleien und illegalen Bergwerken arbeiten müssen und waren oft in miserabler körperlicher Verfassung. Bei einer Razzia, bei der nach Behördenangaben 45.000 Polizisten mehr als 8000 Ziegeleien und kleine Bergwerke in Shanxi und Henan durchsuchten, wurden sie gefunden.

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