2010-03-10

Einblicke in die Weltausstellung in Schanghai

Das muss man doch gesehen haben Bild.de erklärt die Expo 2010:
Noch 50 Tage. Dann startet die erste Weltausstellung in China. Die Expo in Shanghai wird alle Rekorde brechen. Noch nie war die Leistungsschau so groß, so teuer und so grün. China will als neue Weltmacht glänzen und tut alles dafür. Deshalb ist Shanghai seit Jahren eine gigantische Baustelle mit bis zu 30 000 Bauarbeitern. China putzt die 20-Millionen-Metropole für die Expo heraus. Rund 32 Milliarden Euro wurden investiert, die U-Bahn um 100 neue Stationen erweitert, 300 neue Hotels entstanden, der Flughafen um zwei Terminals ausgebaut. Offiziell wurden 18 000 Familien und 270 Firmen umgesiedelt. Ganze Straßenzüge abgerissen und plattgemacht. Über 5,3 Quadratkilometer erstreckt sich das Expo-Gelände. ... Der deutsche Pavillon heißt „Balancity“ und zeigt den Traum einer „Stadt im Gleichgewicht“.

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2008-08-18

Freigabe für Transrapid Schanghai-Hangzhou

ShanghaiDaily berichtet über die Freigabe der Transrapid-Strecke zwischen Schanghai und dem rund 200 Kilometer entfernten Hangzhou. Wer genau nun bauen soll und ob Thyssen und Siemens noch im Rennen sind, geht nicht aus der Meldung hervor:
The construction of the high-speed magnetic-levitation train linking Shanghai and Hangzhou has finally been given the go-ahead after more than a year of hold-ups. While it was originally hoped that the line would be completed in time for Shanghai World Expo in 2010, that is now the year that construction is scheduled to begin. The project was suspended amid widespread concerns among local residents that their health may be adversely affected by radiation from passing trains. The provincial government of Zhejiang announced the decision in a 2008-2012 major construction-project plan, which included the building of a 13.42-billion-yuan (US$1.935-billion) Shanghai-Hangzhou passenger railway from 2009 to 2013, Xinhua news agency reported yesterday. The Shanghai-Hangzhou Maglev line is expected to be completed by 2014 at a cost of 22 billion yuan, according to the Zhejiang plan.

... Total length of the Maglev line will be extended to 199.434 kilometers from 175 kilometers, including a section that connects the two cities and a minor section that links Shanghai's two international airports. Trains on the Maglev track are expected to hit speeds of 450kmh, meaning a one-way trip will take only 30 minutes. At present bullet trains take 90 minutes.
Via Magnetbahn-Forum.

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2007-12-13

China plant erste Öko-Stadt

Geht das überhaupt -- eine Öko-Oase mitten in einem Land, das den Umweltschutz bislang nicht sonderlich groß schreibt?:
Chinas Metropolen stehen für Verkehrschaos und Luftverschmutzung. Jetzt entsteht nahe Schanghai die erste Ökostadt der Welt. Dongtan soll den Weg weisen für eine nachhaltige Stadtentwicklung. Die Menschen werden mit Wassertaxis über die Kanäle der Stadt schippern und Ökogemüse aus der Nachbarschaft kaufen. Ein futuristischer Energiepark liefert Strom aus Wind, Solarenergie und Biomasse. In Dongtan auf der Insel Chongming nördlich von Schanghai wird in den nächsten Jahren Chinas erste Ökostadt entstehen. Bis 2020 sollen dort 80.000 Menschen aller Bevölkerungsschichten leben und arbeiten, in umweltfreundlichen Sektoren wie Medizintechnik oder Informationstechnologie. Er wolle mit dem Vorurteil aufräumen, eine saubere Umwelt sei nur etwas für Reiche, sagt Ma Chengliang, Chef der Dongtan-Entwicklungsgruppe SIIC. "Wir atmen doch alle dieselbe Luft." Den von der britischen Ingenieurfirma Arup erstellten Masterplan für Dongtan haben Schanghais Stadtväter bereits genehmigt. Demnächst laufen die ersten Architekturwettbewerbe an. Das klimaneutrale Dongtan soll zum Modell für die Stadt der Zukunft werden. Laut Arup ist es die erste ökologisch durchgeplante Stadt der Welt. Ein Erfolg des Projekts wäre ein dringend nötiges Signal für den Städtebau. Städte verbrauchen heute drei Viertel der Energie weltweit und stoßen etwa 80 Prozent aller Treibhausgase aus.

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2007-09-06

Schattenseiten des Immobilienbooms in Schanghai

Die FTD nimmt eine mögliche Immobilienblase in der Boomtown Schanghai in den Blick:
In Schanghai bauen Investoren Prestigeprojekte, aber keine bezahlbaren Wohnungen. Darüber hinaus geht die Angst vor dem Crash in der chinesischen Metropole um. ... Taiwaner, Hongkonger und Chinesen aus Übersee haben in der 16-Millionen-Stadt einen Immobilienboom ausgelöst, der weltweit vermutlich einmalig ist. "In den Jahren 2000 bis 2005, als die Preise für Wohnimmobilien scharf anzogen, wurde fast ein Drittel aller Luxusobjekte von Ausländern gekauft", sagt Larry Hu, Direktor beim Immobilienmakler Jones Lang LaSalle in Schanghai. Zahlen seines Unternehmens zeigen, dass die Büropreise in den vergangenen zwölf Monaten um mehr als 20 Prozent gestiegen sind. Laut Statistikbehörde wechselten vor zehn Jahren nur gut 9000 Häuser den Eigentümer, 2005 waren es fast 190.000. Manche Luxusobjekte sind sogar den Reichen zu teuer: Vom Luxusapartmentkomplex Tomson Riviera wurde erst fast ein Jahr nach der offiziellen Eröffnung die erste Wohnung verkauft. 979 Quadratmeter fanden für 132 Mio. Yuan einen Käufer, umgerechnet etwa 13 Mio. Euro. ... Dass die Kluft zwischen Reich und Arm in China immer schneller immer größer wird, zeigt sich nirgendwo so deutlich wie am Immobilienmarkt. Hier zeichnet sich ein "Mismatch" ab, wie Tobias Just von Deutsche Bank Research es nennt. Zwar prognostiziert er einen gewaltigen Neubaubedarf in China - etwa 120 Millionen zusätzliche Haushalte könnten dort bis 2025 entstehen. Aber "der Massenbedarf dürfte gerade am unteren Ende entstehen" und nicht im Topsegment. Doch erschwinglichen Wohnraum für geringqualifizierte Arbeitnehmer zu bauen rechne sich oft nicht, sagt Just. "Investoren müssen in das Topsegment, damit sie eine Chance haben, den Bodenpreis zu rechtfertigen." So wird weiter fast ausschließlich in teure Wohngebäude investiert, in der Hoffnung, dass eine wohlhabende Mittelschicht in China schneller heranwächst, als die Farbe von den Neubauten blättert. Bislang können sich diese Apartments meist nur gut bezahlte Expatriates leisten.

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2007-06-03

Chinas Transrapid-Klon

Das zeichnete sich ja schon lange ab: Chinas fast echter Transrapid:
Deutsche Transrapid-Entwickler schlagen Alarm: Chinesische Ingenieure haben auf ihrer Versuchsstrecke auf dem Gelände der Shanghaier Tongji-Universität ein eigenes Modell präsentiert, das der deutschen Schwebebahn stark ähnelt. ... Das Tauziehen um den Ausbau der Transrapid-Strecke in Shanghai wird immer dramatischer. Das auf der Versuchsstrecke gesichtete Modell sieht der deutschen Schwebebahn frappierend ähnlich. Der deutsche Transrapid flitzt seit Anfang 2003 auf der rund 31,5 Kilometer langen Trasse zwischen dem Flughafen Pudong und der U-Bahn-Station Longyang-Straße hin und her. Ein Foto der chinesischen Transrapid-Variante wurde jetzt auf einer Webseite für Schwebebahn-Experten veröffentlicht. Die Verhandler von ThyssenKrupp und Siemens sind höchst beunruhigt. Sie halten es für möglich, dass die chinesische Seite derzeit die Verhandlungen über eine Verlängerung der Transrapid-Strecke verzögert, weil sie hofft, eine selbstgebaute Bahn einsetzen zu können. Foulspiel wird nicht ausgeschlossen. Nach Zeitungsberichten waren vor einiger Zeit chinesische Experten nachts im Transrapid-Hangar entdeckt worden, die sich offenbar über die streng geheime Schwebetechnologie informieren wollten. ... Bereits vor einigen Tagen hatte es Aufregung um das Projekt gegeben. Die Shanghaier Stadtregierung dementierte Berichte der amtlichen Nachrichtenagentur "Xinhua", der Ausbau der Strecke sei "suspendiert" worden, weil Anwohner sich vor elektromagnetischer Strahlung fürchteten. "Wir haben die entsprechenden Abteilungen über diese Angelegenheit befragt. Es gibt zur Zeit keine Nachrichten über eine Suspendierung des Projekts", erklärte das Pressebüro.

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