2011-06-03

Chinesische Forscher: USA betreiben Cyberwar

Der Ton zwischen China und den USA im Bezug auf informationelle Kriegsführung wird härter:
The Chinese military accused the U.S. on Friday of launching a global "Internet war" to bring down Arab and other governments, redirecting the spotlight away from allegations of major online attacks on Western targets originating in China. ... Writing in the Communist Party-controlled China Youth Daily newspaper, the scholars did not mention Google's claims, but said recent computer attacks and incidents employing the Internet to promote regime change in Arab nations appeared to have originated with the U.S. government. "Of late, an Internet tornado has swept across the world ... massively impacting and shocking the globe. Behind all this lies the shadow of America," said the article, signed by Ye Zheng and Zhao Baoxian, identified as scholars with the Academy of Military Sciences. "Faced with this warmup for an Internet war, every nation and military can't be passive but is making preparations to fight the Internet war," it said.

Labels: , , ,

2011-03-05

China investiert weiter kräftig in die Rüstung

Mit einer Verstärkung der Rüstungsausgaben hat Peking nicht nur in den USA für besorgte Gesichter gesorgt:
China ist eine aufstrebende Militärmacht, groß waren die Streitmächte immer schon, in den vergangenen Jahren wurde auch die Ausrüstung immer besser - und auch 2011 werden wieder gewaltige Summen in Ausbau und Modernisierung der Armee fließen. Die Ausgaben sollen um 12,7 Prozent steigen. Der Etat für dieses Ressort betrage 2011 dann 601,1 Milliarden Yuan (65,6 Milliarden Euro), teilte Parlamentsprecher Li Zhaoxing am Freitag in Peking mit. Der Haushalt soll bei der am Samstag beginnenden Sitzung des Nationalen Volkskongresses verabschiedet werden. Der Verteidigungsetat mache sechs Prozent des gesamten Budgets der zweitgrößten Wirtschaft der Welt aus. "Dies stellt für kein Land eine Bedrohung dar", sagte der ehemalige Außenminister Li. ... Nach Einschätzung der US-Regierung liegen die tatsächlichen Militärausgaben Chinas zwei- bis dreimal höher als offiziell angegeben. Viele Aufwendungen sind demnach in anderen Haushaltsposten enthalten.

Labels: ,

2010-10-26

Huawei-Vorstoß in die USA wird skeptisch verfolgt

Der chinesische Telecom- und Netzwerkausrüster Huawei will den amerikanischen Markt endgültig erobern und Cisco sowie US-Netzbetreibern verstärkt in den USA vor Ort Konkurrenz machen, was dort laut New York Times aber zum Runzeln vieler Augenbrauen führt:
Some in Congress and the national security establishment fear that Huawei’s close ties to the Chinese military might allow China to tamper with American communications gear. Last week, Senator Joseph I. Lieberman, independent of Connecticut, and three other members of Congress wrote a letter to Julius Genachowski, chairman of the Federal Communications Commission, raising the specter that an equipment sale might permit the Chinese government to manipulate parts of the communications network, making it possible to disrupt or intercept phone calls and Internet messages. Anticipating these hurdles, Huawei has hired a remarkable array of Washington lobbyists, lawyers, consultants and public relations firms to help it win business in the United States. It has also helped create Amerilink Telecom, an American distributor of Huawei products whose high-powered board includes former Representative Richard A. Gephardt, the former World Bank president James D. Wolfensohn and the one-time chief executive of Nortel Networks, William A. Owens. Amerilink executives say they are primarily interested in helping Huawei overcome objections that its entry into the American market could jeopardize national security. “We take the accusations very seriously,” said Kevin Packingham, who recently left Sprint to become chief executive of Amerilink. “But regardless of the accusations, we have a model in place that ensures the security” of the network should Huawei win American contracts, he said. The effort is beginning to pay off. This fall, the American Internet communications firm Clearwire will begin testing a system based on Huawei’s 4G, or fourth-generation, network technology.

Labels: , , , ,

2010-08-16

China wird zweitgrößte Volkswirtschaft weltweit

Das Reich der Mitte hat sich an Japan vorbei an Rang Zwei der größten Volkswirtschaften hinter den USA geschoben:
Nach vorläufigen Berechnungen der Regierung in Tokio belief sich Japans Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Kalenderquartal auf 1,28 Billionen Dollar, während China auf 1,33 Billionen Dollar kam. Zwar lassen sich die Zahlen nicht ohne weiteres vergleichen, da sie nicht um saisonale Faktoren bereinigt sind. Dennoch gilt es als wahrscheinlich, dass der aufstrebende Nachbar Japan auch aufs ganze Jahr gesehen als Nummer Zwei ablöst. ... Japan hielt seit 1968 den Titel als zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt hinter den Vereinigten Staaten. Damals überholte Japan Deutschland. Die Japaner gehören trotz allem aber immer noch zu den reichsten Völkern der Welt. Das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen betrug im vergangenen Jahr umgerechnet 37.800 Dollar, während die Chinesen nur auf 3600 Dollar pro Kopf kamen. Die Amerikaner lagen mit 42.240 Dollar deutlich auf Platz eins.

Labels: , ,

2010-05-12

US-Regierung unterstützt Global Internet Freedom Consortium

Das US-Außenministerium fördert das Global Internet Freedom Consortium, das sich dem Kampf gegen Zensur im Reich der Mitte und das kommunistische chinesische System verschrieben hat, finanziell, was auf der chinesischen Seite nicht gut ankommt:
The State Department has decided to fund a group run mainly by practitioners of Falun Gong, a Buddhist-like sect long considered Enemy No. 1 by the Chinese government, to provide software to skirt Internet censorship across the globe. State Department officials recently called the group, the Global Internet Freedom Consortium, offering it $1.5 million, according to Shiyu Zhou, one of the group's founders. A State Department official, speaking on the condition of anonymity, confirmed the offer. The decision, which came as the United States and China have recently moved to improve ties after months of tension, appears likely to irritate Beijing just as the two are set to resume a dialogue on human rights Wednesday for the first time in two years. "GIFC is an organization run by elements of the Falun Gong cult, which is bent on vilifying the Chinese government with fabricated lies, undermining Chinese social stability and sabotaging China-U.S. relations," said Wang Baodong, spokesman for the Chinese Embassy in Washington. "We're strongly opposed to the U.S. government providing whatever assistance to such an anti-China organization."

Labels: , , , ,

2009-12-23

Ford verkauft Volvo nach China

Schon in interessant, was sich derzeit im Automarkt alles tut und was aus alten europäischen Traditionsmarken wird. Fort mit der aufgekauften Marke Volvo dachte sich nun jedenfalls der US-Autobauer Ford und verkaufte seine Tochter ins Reich der Mitte:
Der US-Autokonzern Ford hat den Verkauf seiner schwedischen Tochter an den chinesischen Hersteller Geely unter Dach und Fach gebracht. Geely bestätigte am Mittwoch die Einigung. Ein Firmensprecher sagte in Peking, das Unternehmen habe mit Ford "in allen wichtigen Punkten" Übereinstimmung gefunden. Der Vertrag werde voraussichtlich im ersten Quartal des neuen Jahres unterzeichnet, die Transaktion im zweiten Quartal abgeschlossen, teilte Ford am Mittwoch mit, ohne zunächst einen Preis zu nennen. In Unternehmenskreisen war von etwa zwei Milliarden Dollar die Rede. Ford hatte Volvo vor zehn Jahren für 6,5 Milliarden Dollar übernommen.

Labels: ,

2009-11-16

Obama preist das Internet in Schanghai an

Etwas versteckt am Ende eines "Town-Hall-Meetings" in Schanghai durfte der "pazifische" US-Präsident Barack Obama noch die Werbetrommel für die Internetfreiheiten rühren:
So charmant hat noch kein Politiker den Chinesen gesagt, dass sie eine Diktatur sind: US-Präsident Obama sprach in Shanghai vor ausgesuchten Studenten - und erklärte ihnen die Vorzüge von unzensierten Nachrichten. ... Wenige Stunden bevor Obama das Museum betrat, wurden von der zuständigen Zensurbehörde noch schnell 1800 Web-Seiten geschlossen, berichtete die Lokalzeitung. ... Seiner Meinung nach komme eine Gesellschaft besser voran, wenn sie offen sei, sagte Obama, offen auch für die Meinung Andersdenkender. Ohne das Internet wäre er gar nicht Präsident geworden. Natürlich würden die Mächtigen im Internet viel kritisiert, er jetzt auch. Aber nicht nur das Land werde dadurch besser, sondern auch der Präsident. Er jedenfalls halte den offenen, den ungefilterten Zugang zu Informationen für ein "universelles Recht".

Labels: , , , ,

2009-06-03

Hummer kommt unter den chinesischen Hammer

Ein chinesischer Konzern hat sich die Marke "Hummer" des pleiten US-Autobauers GM unter den Nagel gerissen:
Wenn alles glatt läuft, dürfen die Chinesen den Hummer bald legal nachbauen. Dann werden die Geländewagen, die erst in Bagdad und später in Beverly Hills groß raus kamen, an den Baumaschinenhersteller Sichuan Tengzhong Heavy Industrial Machinery Co. verkauft. Dabei übernehmen die Chinesen nach einer GM-Mitteilung vom Dienstag nicht nur die Markenrechte, sondern auch die Führungsmannschaft und die bestehenden Händlerverträge. "Wenn der Deal klappt, sind damit mehr als 3000 Jobs in den USA gesichert", sagt Markenchef James Taylor. Noch allerdings ist völlig unklar, was Tengzhong - der größte private chinesische Hersteller von Maschinen für den Hoch- und Tiefbau sowie für den Energiesektor - mit dem Hummer anstellen will. Denn auch wenn die Fähigkeiten des Geländegängers unbestritten sind, taugt er nur bedingt als Baustellenfahrzeug. Und eine neuerliche Militärkarriere ist für den einstigen Wüstenkrieger denkbar unwahrscheinlich. Schließlich gibt es auch dafür mittlerweile billigere und bessere Fahrzeuge. Fürs erste also wird der Hummer offenbar genau das bleiben, was er schon immer gewesen ist: Ein Geländewagen von altem Schrot und Korn.

Labels: , ,

2008-07-10

USA sehen sich von chinesischen Spionen überrannt

Die New York Times berichtet über angeblich zunehmende chinesische Spionagetätigkeiten in den USA:
In interviews, current and former intelligence and law enforcement officials demonstrated uncertainty as to the precise scope of the problem of Chinese espionage. But many officials offered a similar description of the pattern of the cases: Chinese government and state-sponsored industries have relied on the Chinese diaspora — using immigrants, students and people of second- and third-generation Chinese heritage — and regular commercial relations to operate a system in which some people wittingly or unwittingly participate. One senior law enforcement official involved in prosecuting such cases said the Chinese had “a game plan of sending out lots of tiny feelers in hopes of getting back small bits of seemingly unrelated information in hopes of creating a larger picture.” David W. Szady, who as an assistant director of the F.B.I. ran its counterintelligence division until retiring in 2006, said the Chinese had “mastered the use of multiple redundant collection platforms” by looking for students, delegates to conferences, relatives and researchers to gather information.

Federal investigators have come to believe, Mr. Szady said in an interview, that while the collection system may appear haphazard, even random, the Chinese “have become very focused on what they want.” Officials said that several other nations, notably Iran and Russia, had aggressively engaged in espionage aimed at the United States. But Joel F. Brenner, the intelligence community’s top counterintelligence official, said China was by far the leading practitioner. In an interview, Mr. Brenner described China’s information-gathering efforts as “a full-court press and relentless.” As a result, he said, few professional analysts “really think that what’s going on is anything other than an orchestrated, deeply thought-out, strategic campaign.” But, Mr. Brenner said, not all the information-transfer cases involving China are part of that suspected government-led espionage effort. “Some instances are purely commercial and just involve greed,” he said.

Labels: ,