2010-04-26

VW investiert weiter massiv in China

Volkswegen buttert erneut viel Geld in den chinesischen Markt:
Weil der Automarkt in China unerwartet kräftig wächst, muss der größte europäische Autobauer Volkswagen seine Investitionen in dem Land um 1,6 Milliarden auf 6 Milliarden Euro anzuheben. Mit dem Geld will der Konzern seine führende Stellung in China verteidigen, wie der Autobauer am Montag in Wolfsburg mitteilte. ... Die 6 Milliarden Euro sollen laut VW in neue Modelle und weitere Produktionskapazitäten in China gesteckt werden. Finanziert werden die Summen allein durch Einnahmen in China. "Unser langfristiges Ziel, die Verdopplung unseres Absatzes auf zwei Millionen Fahrzeuge, werden wir planmäßig erreichen", sagte VW-China-Chef Winfried Vahland. ... VW will zudem ab 2013/2014 Elektroautos in China bauen.

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2010-03-29

Chinesen schlucken Volvo

Wieder mal geht eine internationale Traditionsmarke an China:
Der schwedische Autobauer Volvo wird an den chinesischen Hersteller Geely verkauft. Nach langen Verhandlungen brachte der US-Autokonzern Ford das Geschäft unter Dach und Fach. Der Vertrag sei zum Wochenschluss unterzeichnet worden, teilte ein Volvo-Sprecher am Sonntag mit. Geely zahle 1,8 Mrd. $ für die schwedische Traditionsmarke. Mit einem Abschluss der Transaktion sei für das dritte Quartal zu rechnen. Durch den Zukauf stärkt sich Geely für seine internationale Aufholjagd mit europäischer Technologie. Das größte Privatunternehmen der Branche in China will den Hauptsitz, die Produktionsanlagen und das Forschungszentrum Volvos in Schweden belassen.

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2010-01-12

China wird zum global größten Automarkt

In China werden mittlerweile mehr Autos verkauft, als in jedem anderen Land der Welt:
Chinesische Autokonzerne hätten wichtige Käufe im Ausland gemacht. Dazu seien die staatlichen Förderungen der Nachfrage nach Fahrzeugen gekommen, so dass nun China, wie China Daily sagt, zu einem "Lichtblick für die von der Finanzkrise gebeutelten Kfz-Hersteller" geworden sei. China hat allerdings keine allgemeine Schrottprämie eingeführt, sondern die Steuer für Autos unter 1,6 Litern gesenkt und nur "saubere" Fahrzeuge durch eine Schrottprämoe gefördert. Dazu kamen Hilfen für Bauern. 2009 wurde in China die Rekordmenge von 13,6 Millionen Fahrzeugen verkauft, 46 Prozent mehr als 2008. An der Spitze stehen Sedans und Shanghai Volkswagen. In den USA seien dagegen gerade einmal 10,4 Millionen Fahrzeuge und kleinere Lastwagen verkauft werden. Man ist zwar ehrlich und räumt ein, dass bei den chinesischen Zahlen auch die schweren Lastwagen inbegriffen sind. Da in den USA aber davon nur 650.000 verkauft wurden, liege China noch immer vorne. ... Insgesamt gibt es nun 186 Millionen Kraftfahrzeuge, davon sind allerdings 51 Prozent Motorräder oder Mopeds. 200 Millionen Chinesen von 1,3 Milliarden können nun ein Kraftfahrzeug fahren.

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2009-12-23

Ford verkauft Volvo nach China

Schon in interessant, was sich derzeit im Automarkt alles tut und was aus alten europäischen Traditionsmarken wird. Fort mit der aufgekauften Marke Volvo dachte sich nun jedenfalls der US-Autobauer Ford und verkaufte seine Tochter ins Reich der Mitte:
Der US-Autokonzern Ford hat den Verkauf seiner schwedischen Tochter an den chinesischen Hersteller Geely unter Dach und Fach gebracht. Geely bestätigte am Mittwoch die Einigung. Ein Firmensprecher sagte in Peking, das Unternehmen habe mit Ford "in allen wichtigen Punkten" Übereinstimmung gefunden. Der Vertrag werde voraussichtlich im ersten Quartal des neuen Jahres unterzeichnet, die Transaktion im zweiten Quartal abgeschlossen, teilte Ford am Mittwoch mit, ohne zunächst einen Preis zu nennen. In Unternehmenskreisen war von etwa zwei Milliarden Dollar die Rede. Ford hatte Volvo vor zehn Jahren für 6,5 Milliarden Dollar übernommen.

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2009-09-09

China weltgrößter Absatzmarkt für Autos

Es gibt mal wieder eine Boom-Meldung aus China: Das Reich der Mitte soll noch in diesem Jahr die USA als größten Markt für Automobile überrunden:
Rikscha ade: Dank staatlicher Konjunkturprogrammen werden in China in diesem Jahr erstmals mehr Autos verkauft werden als in jedem anderen Staat der Welt. Auch deutsche Hersteller freuen sich über das Riesen-Geschäft. ... "Der chinesische Pkw-Markt erlebt einen Boom mit teilweise über 30 Prozent Wachstum, was es selbst in den besten Jahren nicht gegeben hat", sagte Winfried Vahland, China-Chef von Volkswagen. Alle drei lokal produzierten Marken des chinesischen Marktführers - VW, Audi and Skoda - erzielten Absatzrekorde. "Wir sind derzeit ausverkauft und arbeiten daran, unsere Produktionskapazitäten zu erweitern", sagte Vahland, der in diesem Jahr mit einem "gut zweistelligen" Wachstum für Volkswagen rechnet. An Stelle einer Abwrackprämie wie in Deutschland oder den USA hat in China besonders eine Halbierung der Verkaufssteuer auf fünf Prozent für Autos mit weniger als 1,6 Liter Hubraum den Absatz gefördert. Der Verkauf von Kleinwagen stieg in der ersten Jahreshälfte um 45 Prozent. Besonders im rückständigen Westen des Landes, wo noch viel Nachholbedarf ist, war die Nachfrage groß. Die Regierung geht davon aus, dass bis Jahresende zwölf Millionen Fahrzeuge verkauft werden, ein Anstieg um 28 Prozent. In den USA dürften es nur zehn Millionen werden.

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2009-06-03

Hummer kommt unter den chinesischen Hammer

Ein chinesischer Konzern hat sich die Marke "Hummer" des pleiten US-Autobauers GM unter den Nagel gerissen:
Wenn alles glatt läuft, dürfen die Chinesen den Hummer bald legal nachbauen. Dann werden die Geländewagen, die erst in Bagdad und später in Beverly Hills groß raus kamen, an den Baumaschinenhersteller Sichuan Tengzhong Heavy Industrial Machinery Co. verkauft. Dabei übernehmen die Chinesen nach einer GM-Mitteilung vom Dienstag nicht nur die Markenrechte, sondern auch die Führungsmannschaft und die bestehenden Händlerverträge. "Wenn der Deal klappt, sind damit mehr als 3000 Jobs in den USA gesichert", sagt Markenchef James Taylor. Noch allerdings ist völlig unklar, was Tengzhong - der größte private chinesische Hersteller von Maschinen für den Hoch- und Tiefbau sowie für den Energiesektor - mit dem Hummer anstellen will. Denn auch wenn die Fähigkeiten des Geländegängers unbestritten sind, taugt er nur bedingt als Baustellenfahrzeug. Und eine neuerliche Militärkarriere ist für den einstigen Wüstenkrieger denkbar unwahrscheinlich. Schließlich gibt es auch dafür mittlerweile billigere und bessere Fahrzeuge. Fürs erste also wird der Hummer offenbar genau das bleiben, was er schon immer gewesen ist: Ein Geländewagen von altem Schrot und Korn.

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2009-02-24

Chinas Elektroautos boomen

China findet viele Abnehmer für günstige Elektroautos, die beispielsweise dem Smart nicht unähnlich sehen:
Während US-Autokonzerne wie General Motors oder Ford noch an der Entwicklung einer eigenen Elektrofahrzeug-Strategie arbeiten und das kalifornische Unternehmen Tesla Motors seit seiner Gründung im Jahr 2003 gerade einmal 200 Exemplare des 109.000 Dollar teuren Sportflitzers "Roadster" ausgeliefert hat, exportieren chinesische Produzenten von Elektroautos bereits tausendfach in die Vereinigten Staaten: Einem Bericht der Tageszeitung People's Daily zufolge sind allein beim Hersteller Baoya Vehicle in den ersten acht Wochen des Jahres 2009 rund 4800 Fahrzeugbestellungen eingegangen. Die Export-Fahrzeuge von Baoya, die äußerlich teilweise verblüffende Ähnlichkeiten mit bekannten Modellen aus Europa und Asien aufweisen, kosten laut People's Daily zwischen 30.000 und 35.000 Yuan (3400 bis 4000 Euro) und sollen bei vollen Akkus bis zu 150 Kilometer weit kommen und eine Spitzengeschwindigkeit von 80 km/h erreichen. Das Aufladen der bis zu 400 Kilogramm schweren Bleiakkumulatoren nimmt den Angaben zufolge zwischen fünf und acht Stunden in Anspruch.

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2007-07-30

China plant Schwergewicht im Autobau

Nach der mäßigen Performance chinesischer Autos im Westen, will Peking nun zum Großangriff auf diesem mobilen Sektor übergehen:
China will auch auf dem Automobilmarkt zum Global Player avancieren. Der größte Autohersteller Chinas plant die Fusion mit einem Konkurrenten - um künftig den Herstellern aus Europa und Japan besser Paroli bieten zu können. Fusionspartner sollen der größte chinesische Autohersteller Shanghai Automotive Industry Corp. (SAIC) und der Wettbewerber Nanjing Automobile Corp. (NAC) sein. Sie wollen ihre Konkurrenzfähigkeit gegenüber multinationalen Konzernen stärken. Eine Absichtserklärung über einen "vollständigen" Zusammenschluss unterzeichneten beide Hersteller bereits am Freitag, wie amtliche chinesische Medien am Sonntag berichteten. Während SAIC in Gemeinschaftsunternehmen sowohl mit Volkswagen als auch General Motors kooperiert, arbeitet NAC mit dem italienischen Fiat-Konzern zusammen. Eine Allianz könnte nach Einschätzung von Experten einen chinesischen Konzern mit einem Absatz von zwei Millionen Autos bis 2010 schaffen. Alle Bereiche von der Entwicklung sowie Herstellung der Autos und Teile bis hin zu Dienstleistungen sollen zusammengeführt werden. Eine Arbeitsgruppe wird jetzt Erkundungsgespräche führen.

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2007-06-22

China-Autos: ADAC verteilt weiter schlechte Noten

Der ADAC kann nach Deutschland rollende chinesische Autos nach wie vor nicht empfehlen:
Eineinhalb Jahre nach dem vernichtenden Crashtest des Geländewagens Landwind ist erneut ein Auto aus China durchgefallen: der Brilliance BS6. Der Hersteller versprach, die Karosserie gemeinsam mit dem ADAC zu verbessern. Ein simulierter Seitencrash des Premiummodells des BMW-Partners habe gezeigt, dass der Fahrer durch Verformungen des Innenraums tödlich verletzt würde. Bei einem simulierten Frontalzusammenstoß sei der Fahrer im Fahrzeug eingeklemmt worden. "Im Ernstfall wäre so wichtige Zeit für die Bergung des hilflos eingeklemmten Fahrers verloren gegangen", kritisierte der Automobilclub. Folglich vergab der ADAC an die für europäische Käufer entwickelte Limousine nur einen von fünf Sternen. Getestet wurde nach dem Euro-NCAP-Standard. Brilliance sprach in einer Pressemitteilung von "einem nicht zufrieden stellenden Ergebnis". Der Hersteller will nun seine bereits eingeleiteten Maßnahmen zur Verbesserung der Fahrzeug- und Personensicherheit mit Unterstützung des ADAC zügig umsetzen. "Brilliance-Ingenieure haben schon jetzt an der Verstärkung der Fahrgastzelle gearbeitet, und Ende Juli wird ein Prototyp noch einmal zum Crashtest beim ADAC antreten", sagte der Chef des europäischen Brilliance Generalimporteurs HSO, Hans-Ulrich Sachs, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Seinen Angaben zufolge sind von den 500 importierten chinesischen Limousinen inzwischen 350 verkauft worden. "Wenn der Endverbraucher seinen BS6 nun partout umtauschen will, dann stehen wir selbstverständlich bereit", sagte Sachs.
Noch keine brilliante Vorstellung.

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2007-05-16

China-Autos rollen wieder nach Deutschland

Hartnäckig sind die Chinesen ja, auch beim liebsten Kind der Deutschen:
Das erste Importauto aus China war in Deutschland ein Flop. Jetzt wagt der Hersteller Brilliance einen zweiten Versuch. Die Chancen auf einen Erfolg sind diesmal günstiger - die Konzerne aus Fernost haben in kurzer Zeit enorme Fortschritte gemacht. ... Als erster chinesischer Automobilhersteller schickt sich Brilliance an, seine Fahrzeuge flächendeckend in Deutschland zu verkaufen. Zwar wagte der Wettbewerber Jiangling schon vor zwei Jahren ein zaghaftes Experiment. Doch der Geländewagen Landwind fiel beim ADAC-Crashtest mit Pauken und Trompeten durch - schlechter hat in der 20-jährigen Geschichte der Tests kein Fahrzeug abgeschnitten. Diesmal meinen es die Chinesen ernst. Das unrühmliche Debüt war ihnen eine Lehre. So bemühen sie sich seither darum, nicht mehr nur als Hersteller billiger Einfachmobile wahrgenommen zu werden. "Die Fortschritte bei Design und Qualität sind enorm", sagt Yale Zhang, Chefanalyst des Branchenforschers CSM Auto in Schanghai. "Was früher Jahrzehnte brauchte, haben chinesische Hersteller in wenigen Jahren geschafft." Das soll sich nun auszahlen. In den nächsten Wochen starten zwei weitere Autohäuser mit dem Verkauf von Brilliance-Pkw, in Kleve und Geilenkirchen. Und dabei soll es nicht bleiben. "Ziel ist es, ab 2010 in Europa 60.000 Autos im Jahr zu verkaufen", sagt Europa-Importeur Hans-Ulrich Sachs, "davon rund 12.000 in Deutschland." So viele Autos verkauft Toyota hierzulande in einem Monat. Die Konkurrenz rüstet sich ebenfalls für den langen Marsch nach Westen. Auf dem heimischen Markt - dem mittlerweile drittgrößten der Welt - verkaufen die lokalen Autobauer bereits jeden vierten Pkw. Tendenz steigend. Nun wollen neben Brilliance auch Firmen wie SAIC, Chery, BYD oder Lifan den Weltmarkt erobern.

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2007-01-16

Erstmals weniger Investitionen nach China

Ist der China-Hype tatsächlich schon vorbei? Diese Meldung gibt zu denken:
China musste im vergangenen Jahr erstmals seit Jahren einen Rückgang der ausländischen Direktinvestitionen hinnehmen. Einschließlich des Finanzsektors - Banken, Versicherungen und Wertpapiere - seien die getätigten Investitionen um 4,06 Prozent auf 69,47 Mrd. $ gesunken, teilte das Handelsministerium mit. Zulegen konnte weiterhin das produzierende Gewerbe: Ohne die Finanzbranche stiegen die Investitionen um 4,47 Prozent auf 63,02 Mrd. $. Die Nachrichtenagentur Xinhua zitierte Handelsminister Bo Xilai mit der Aussage, dass die Jahresbilanz den Negativtrend des ersten Halbjahres umgekehrt habe. Die Betonung des positiven Trends bei den Investitionszahlen soll offenbar nach außen demonstrieren, dass China nach wie vor das Vertrauen internationaler Investoren genießt. Doch ist das Investitionsvolumen für Chinas Wirtschaftsentwicklung längst nicht mehr ausschlaggebend, meinen Experten. Auch mit knapp 70 Mrd. $ realisierter Zuflüsse bleibt das Land an der Weltspitze. Auch leidet China nicht an Kapitalknappheit. Dazu kommt, dass dem leichten Rückgang der Gesamtsumme ein steiler Anstieg im Vorjahr vorangegangen war. Nach der Öffnung des Finanzsektors für ausländische Investitionen hatten sich die Kapitalzuflüsse nach Daten der United Nations Conference on Trade and Development (Unctad) 2005 sprunghaft von 60,6 Mrd. $ auf 72,4 Mrd. $ erhöht. ... Es müsse mehr getan werden, um die Qualität der Investitionen zu verbessern, forderte die für Handelsfragen zuständige Vize-Ministerpräsidentin Wu Yi. Der größte Teil des Auslandskapitals wandert nach wie vor in exportorientierte Leichtindustrie-Fabriken. Nach einem Bericht der Chinesischen Akademie für Wissenschaften (CAS) exportierten auslandsfinanzierte Unternehmen in China in den ersten drei Quartalen 27,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. China profitiere davon nicht genug und brauche mehr Investitionen in Hochtechnologie und Dienstleistungen, kritisieren Experten. Während die Regierung Steuervorteile für Investoren in produzierenden Sektoren auslaufen lassen will, möchte sie ausländisches Engagement in Umweltschutz, Energieeffizienz und Forschung stärker fördern.
Gute Nachrichten ansonsten weiter für Volkswagen: Auch das Geschäft der VW-Tochter Audi brummt in China: Rund 81.700 Fahrzeuge wurden an Kunden ausgeliefert, das waren 39 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

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2007-01-09

VW verkauft wieder besser in China

Die Braunschweiger haben im Reich des Drachens anscheinend eine Wende hin zum Besseren geschafft:
Der Autobauer Volkswagen hat in China im vergangenen Jahr den Umschwung geschafft und wieder mehr Autos verkauft. Mit einem Plus von 24,3 Prozent wurden 2006 die Erwartungen der Wolfsburger übertroffen. Insgesamt seien in China und Hong Kong 711.298 Fahrzeuge ausgeliefert worden, teilte das Unternehmen am Dienstag in Peking mit. Das sei ein Rekord für den Konzern in China. "Der Wettbewerb in der Industrie ist 2006 ohne Zweifel deutlich härter geworden, aber wir haben unsere internen Verkaufsziele bei weitem übertroffen", sagte Winfried Vahland, Chef von VW China. Volkswagen konnte seine Marktführerschaft bei den Personenwagen in China behaupten. Die Marke VW legte um 22,8 Prozent auf 628.807 Autos zu, bei Audi stiegen die Verkäufe um 38,8 Prozent auf 81.708 Fahrzeuge. Im Vorjahr war der VW-Absatz in China noch um 11,7 Prozent auf rund 572.000 Autos gesunken. Das Unternehmen sieht mit dem stabilisierten Marktanteil seine Strategie der Modelloffensive bestätigt. VW versucht mit Modellen wie dem Passat Lingyu, dem Sagitar und einer eigenen Polo-Reihe, sich stärker den chinesischen Kundenwünschen anzupassen.

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2007-01-07

Berliner Blogger soll sich in China verantworten

Das ist ja eine seltsame Sache, über welche die Boulevard-Zeitung B.Z. berichtet:
Wegen eines einzigen Satzes muss der Berliner Internet-Blogger Ron Aron Hillmann in China vor Gericht. Der Automobilhersteller Zhongwei hat ihn verklagt! Am 17. Juli 2007 muss sich der Geschäftsmann in der ostchinesischen Provinz Jiangsu vor dem Richter verantworten. Die Geschichte: Der Bushersteller MAN hat im letzten Jahr Klage gegen Zhongwei erhoben. Grund: Die chinesische Firma habe das Design eines MAN-Luxusreisebusses kopiert. Über diesen Sachverhalt berichtete auch "Spiegel Online". Diesen Bericht hob Hillman auf seine Homepage - mit dem einleitenden Satz: "Wie schnell und skrupellos Chinesen im Kopieren sind, zeigt dieses Beispiel." Und deshalb klagen die Chinesen. "Das Unternehmen argumentiert, dieser Satz hätte dem Ansehen der Firma geschadet", sagt Hillmanns Anwalt Alexander von Kalckreuth, "das ist absurd". Vielmehr vermutet der Jurist, dass das chinesische Unternehmen gezielt "nach der Nadel im Heuhafen" gesucht hat. Doch: Hillmann muss reagieren. "Sonst kommt es zu einem Versäumnisurteil. Das könnte teuer werden."
Spiegel Online hat die seltsame Ladung auch schon vermeldet. Hillmann selbst bloggt über Autos und hatte in diesem Zusammenhang den Bericht aufgegriffen. Seine Reaktion auf die Post aus China gibts hier.

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2006-10-12

Chinesen kopieren Smart-Design

Frech oder smart?:
Sie sehen dem Smart fortwo täuschend ähnlich: kleine zweisitzige Elektrofahrzeuge, made in China. Bilder der Auto-Kopien kursieren schon seit Wochen in Internet-Foren von Smart-Freunden. Ein Smart-Sprecher sagte, dass die Anwälte des Stuttgarter Mutterkonzerns DaimlerChrysler derzeit prüfen, welche Schritte man einleiten könne. Das Smart-Design sei in zahlreichen Ländern geschützt - auch in China. Einem Bericht der "Auto Bild" zufolge sind einige Exemplare der Fahrzeuge sogar schon in Europa aufgetaucht - und das ist auch das Ziel. "Unser City Smart wurde ausschließlich für Europa entwickelt", sagte Jerry Chen, Projektmanager der chinesischen Firma CMEC aus Suzhou bei Shanghai zu "Auto Bild". Der größte Unterschied zum Original sei, dass statt eines Otto- oder Dieselmotors ein Elektroaggregat das Plagiat antreibe. Damit soll der China-Smart dem Hersteller zufolge bei 100 Kilometern Reichweite 55 Kilometer pro Stunde Spitzengeschwindigkeit schaffen. Erste Exemplare, behauptet CMEC-Manager Chen, befänden sich schon in Großbritannien und Ungarn, wo sie ab 2007 für 4200 Euro angeboten werden sollen. Ob es jedoch zu einem europaweiten Verkauf des Elektroautos kommt, ist fraglich. Wegen des Patentschutzes könnte Smart die Plagiate an der Grenze beschlagnahmen lassen und von der CMEC Unterlassung verlangen, sagt Volker Jänich, Markenrechtler an der Uni Jena. ... Die Erfahrung, dass in China Technologie und Design unter Verletzung von Urheberrechten kopiert wird, machen viele ausländische Unternehmen. Für DaimlerChrysler ist die Smart-Kopie nicht der erste Fall von Designklau: Vor einigen Jahren kam in China ein Kleinwagen auf den Markt, dessen Frontpartie extrem große Ähnlichkeit mit dem vorderen Teil der Mercedes C-Klasse hat. "In dem Fall sind wir nicht juristisch gegen den Hersteller vorgegangen, weil es sehr schwierig war, vor einem chinesischen Gericht einen Designklau nachzuweisen", sagte ein Unternehmenssprecher.

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